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Unser Dorf soll schöner werden




 

oder: Wie kommen nur die Blumen in die Kübel?
Haben Sie sich eigentlich schon einmal überlegt, wie die Blumen in die verschiedenen Kübel im Ortsteil kommen? Nun, sie werden gepflanzt und liebevoll gewässert. Da stellt sich natürlich die Frage, wer das macht? Der gute Blumengeist ist Herr Siegried Mohr. Der ehemalige Mitarbeiter Karl Foersters zieht im eigenen Gewächshaus und Garten die Pflanzen an und pflanzt sie im Frühjahr in die Kübel und Rabatten, die man an den verschiedensten Stellen im Ort bewundern kann. Schauen Sie beim nächsten Spaziergang doch einmal genauer hin! Dies alles auf eigene Kosten, denn kahle, schmucklose und blumenlose Straßen und Plätze tun seinen Augen weh. Aber mit dem Pflanzen allein ist es nicht getan, denn die Pflanzen brauchen Wasser und Pflege. Aus dem eigenen Brunnen wird das Wasser in Kannen gefüllt und verteilt – gelegentlich eine Knochenarbeit. Aber das ist nicht Alles! In den letzten Jahren sind einige Bäume abgestorben und mussten ersetzt werden, beispielsweise in der Geiselbergstraße nahe der Wendeschleife und am Platz vor den beiden Golmer Kirchen mussten zwei Kastanien gefällt werden. Hier sind von ihm und seinem Sohn Ulf neue Bäume, Maulbeerbäume gesetzt worden. Diese Bäume wurden schon 1996 von Mitarbeitern des Max-Planck-Institutes von alten Bäumen in Golm als Ableger von Astabrissen bewurzelt und vorgezogen und jahrelang gepflegt. Nun wurden sie an Herrn Mohr übergeben, der sie in seinem Garten weiterpflegt und, wo immer es möglich und sinnvoll ist, auspflanzt. In diesem Jahr haben die Gärtnerlehrlinge des MPIs auch bei den Blumenkästen geholfen und die Tagetes (Studentenblumen) im zeitigen Frühjahr im Gewächshaus vorgezogen. So konnte dem Herrn Mohr wenigstens ein wenig geholfen werden.
Vielleicht machen auch Sie mit! Adoptieren Sie einen Blumenkübel und helfen bei der Pflege oder reden Sie mit dem Ortsbeirat und spenden weitere Kübel und helfen so, das Ortsbild zu verschönern – inklusive Pflege natürlich, denn alles kann Herr Mohr nun nicht übernehmen. Gemeinsinn und Spaß an den schönen Dingen des Lebens kommen so zusammen und allen Bürgern zu Gute.




 



 

Liebevoll bepflanzte Blumenkübel an der Bushaltestelle „Golm Kirche“ unter der Kaisereiche. Ohne diesen Schmuck wäre so manche Straße trostloser. Und zu jeder Pflanze weiß Herr Mohr eine Geschichte zu erzählen.

Siegfried Mohr, ein ehemaliger Mitarbeiter des „Stauden“-Försters, zieht in seinem Garten zahllose schöne und seltene Blumen heran. Von seiner Leidenschaft profitieren alle Golmer, denn unermüdlich bepflanzt und pflegt er seit Jahren die Blumenkübel in Golm.

Fotos: Dr. Rainer Höfgen




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