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SCHLAGSCHWIRL |
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Ornithologische Kostbarkeiten in Golm
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Zetzetzetzet.... Das Geräusch aus dem dichten Gestrüpp des Golmer Luchs klingt irgendwie technisch, erinnert entfernt an eine Nähmaschine. Dieser Klang zaubert ein begeistertes Lächeln auf das Gesicht des Vogelkundlers: "Da singt ein Schlagschwirl". Die Begeisterung ist verständlich, leben doch nur 300 Paare dieser Art in Brandenburg, so dass man ihnen nicht oft begegnet. Die Feuchtgebiete des Golmer Luchs, in dem bis zu drei singende Schlagschwirle zu hören sind, liegen nah der westlichen Ausbreitungsgrenze der Art. Nur wenn die Tiere sich an einem Ort richtig wohl fühlen, wagen sie sich so weit vor. Rein optisch macht der spatzengroße Vogel nicht viel her, olivbrauner Rücken, weissliche Unterseite mit feinen Stricheln, schlanke Gestalt. Zu Gesicht bekommt man ihn noch seltener als seine Verwandten, Rohr- und Feldschwirl, die ebenfalls im Luch, auf den Höllenwiesen und in den Röhrichten des Zernsees singen. Am wohlsten fühlen sich die Schlagschwirle im dichten Pflanzenfilz aufgelassener Flächen. Sie profitieren von der abnehmenden Nutzung der Luche, von der Ruhe durch dünne Wegnetze. Wenn Sie ihn und die anderen gefiederten Kostbarkeiten der Golmer Natur unterstützen wollen, dann geniessen Sie deren Gesang während der Brutzeit (März bis Juli) von den Wegen und halten Ihren Hund auf denselben. Damit Schwirl und Co sich noch lange bei uns in Golm wohl fühlen.
Dr. Karin Köhl, Golm
Foto: locustella fluviatilis 936 www.hlasek.com
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Anmerkung
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… übrigens unter http://webjay.org/iteminfo/185766/256721ca7870e8188018eea51578af8b kann man sich den Vogel auch im Internet anhören!
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