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BUND ORTSGRUPPE |
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BUND Ortsgruppe Golm
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Kontakt: bund.golm@bund.net
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Ehrenamtspreis für Siegfried Mohr
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Siegfried Mohr erhielt 2008 Ehrenamtspreis von Oberbürgermeister Jann Jakobs für sine Arbeit als langjähriger Vorsitzender der BUND-Ortsgruppe.
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Feierlichkeit in Golm am 14.10.2008
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Laudatio, 03.09.2008
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Diese Laudatio wurde von Friedrich Reinsch bei der offiziellen Verleihung der Ehrungen in Potsdam, wo Siegfried Mohr nicht anwesend war, gehalten.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe kürzlich in einem Artikel gelesen: Wir Menschen müssten nun, angesichts der nicht enden wollenden Naturkatastrophen, Frieden schließen mit der Natur. Der Mensch muss nicht Frieden schließen mit der Natur, denn sie hat ihn nie bekämpft. Alles, was der Mensch gegen Pflanzen, Bäume und Tiere tut, das tut er auch gegen das Leben in sich. Es ist an der Zeit, dass der Mensch Frieden schließt mit sich selbst. Das müsste sich dann positiv auf die ihn umgebende Natur auswirken. Was wir brauchen ist eher „Freundschaft mit der Natur“, wir brauchen eine neue Natur-Beziehung des Menschen. Wir Menschen sind befähigt aufgrund unserer kommunikativen Möglichkeiten zur realen Begegnung mit den Naturwesen. Wertschätzung, Freundschaft und Liebe gehen über Verantwortung, Friedensschluss oder Waffenstillstand hinaus. Erst Freundschaft des Menschen gibt der Natur die Würde, die nur der Mensch ihr aktiv und bewusst zumessen kann. „Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren…“ schreibt Schiller; „Kraft und Weisheit … lehren uns die Tiere. Das Tier handelt ….in völligem Einklang mit dem Ganzen“ formuliert ein Anderer. Die Natur ist ein Gegenüber und spricht. Sie spricht anders als ein Mensch, aber sie spricht. Wir können die Natur vom Objekt zum Gegenüber von Beziehungen werden lassen.
Einer, der sein Leben lang geübt hat die Sprache der Natur zu verstehen, ist Herr Siegfried Mohr, der langjährige Vorsitzende der Ortsgruppe Golm des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Herr Mohr wird heute geehrt für sein Lebenswerk: unter vielem anderen für die Fürsorge um Störche, das Pflanzen von Maulbeerbäumen, das Anlegen einer Streuobstwiese, die Pflege des Naturdenkmals Reiherberg, er wird geehrt für seine lange, ansteckend tätige Liebe zur Umwelt.
Friedrich Reinsch, 03.09.08
Fotos: Siegfried Seidel, 14.10.2008
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