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10 JAHRE LITERATURCLUB GOLM |
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Festrede
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Liebe Freunde der Literatur
“Wir haben uns zusammengefunden, um den Club der Literaturfreunde zu gründen. Unsere Freude an dem gesprochenen und geschriebenen Wort - an Geschichten und Gedichten, an literarischen Erlebnissen, hat uns zusammengeführt.” Das waren meine Worte am 12. April 2000. Heut nun nach genau 10 Jahren, können wir sagen, dass wir diese Freude uns erhalten haben und zu einem freundschaftlichen Kreis zusammengewachsen sind. Liebe Freunde und liebe Gäste, ich möchte alle ganz herzlich zu unserer Jubiläumsfeier begrüßen. Wenn wir heut zurückschauen, können wir feststellen, dass wir in diesen 10 Jahren ein literarisches Programm gestaltet haben, das sich sehen lassen kann. Mit Erich Kästner fing alles an und die “Briefe in die chinesische Vergangenheit” von Herbert Rosendorfer sind uns noch in guter Erinnerung. Humor spielte immer eine besondere Rolle in unseren Lesungen. sowie abwechslungsreiche Vielfalt, sinnvolle Texte und vor allem sprachliche Schönheit. So unternahmen wir literarische Frühlings- und Herbstspaziergänge. Z.B. “Wenn der Ahorn verglüht, flammen im Farbenrausch”. Viele Naturthemen standen auf dem Programm. “Das Gartenreich im Spiegel der Zeit”, Die “Kräutermärchenstunde”, “Vom Zauber der Rosen”, “Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden”. Liebe, Freundschaft, Kindheit und das Altern wurden literarisch erkundet. Berühmte Frauen, wie Rahel von Varnhagen Ense, oder Männer, wie Albert Schweitzer wurden vorgestellt. Es gab schöne Lyrikstunden. Balladen, oder Christian Morgenstern - der Galgensänger von der Bismarckshöhe, “Den Tag erleben im Gedicht“, Zur Heimat erkor ich mir die Liebe von Mascha Kaleko, und Eugen Roth und Otto Reutter - Lesungen. Natürlich waren wir auch in den Lessing-Schiller-Heine-Jahren immer aktuell dabei. Z.B. “Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Irdischen zuteil”. Größe und Tragik in Schillers Leben und Werk. Die Liste der Autoren, die wir in Lesungen vorstellten, ist lang und reicht von Stefan Zweig, Siegfried Lenz, Erwin Strittmatter bis zu Bert Brecht - um nur einige zu nennen. Zu den interessantesten Büchern, die wir hier vorstellten, gehören: ”Schöne neue Welt” von Aldous Huxley, “Wie es leuchtet” von Thomas Brussig, “Das Buch der verbrannten Bücher”, “Tintenherz“ und “Der Turm” von Uwe Tellkamp. Im ganzen sind es 102 Lesungen, die wir durchführten, dazu die Gastlesungen mit Gisela Steineckert, Manfred Bofinger und Frau Klinsky-Wetzel.
10 Fahrten unternahmen wir zu literarisch interessanten Orten und Museen. Wir fuhren in den Fläming nach Wiepersdorf zu den Arnims, ins Lessing-Museum nach Kamenz, besuchten Strittmatters Laden in Bohsdorf und sein Grab in Schulzenhof. Weitere Ziele waren Tucholsky in Rheinsberg, Hans Fallada in Carwitz, Ehm Welk in Angermünde und Biesenbrow, Wilhelm Busch in Mechtshausen, Bert Brecht in Buckow und Fürst Pückler in Bad Muskau.
In den ersten Jahren waren wir noch ein kleines Häufchen von 10 -12 Mitgliedern, die, bis auf wenige Ausnahmen noch heute dabei sind. Wir trafen uns im Gemeinderaum und gestalteten unsere Nachmittage gemeinsam. Es war doch oft recht aufwendig. Aber alle halfen mit. Besondere Höhepunkte wurden unsere “Lesungen im Grünen”. Familie Mohr in Golm und Ingrid und Peter Klein aus Marquardt sei dafür an dieser Stelle herzlich gedankt. Ein herzliches Dankeschön auch für die musikalische Begleitung bei diesen Veranstaltungen. Inzwischen sind mit den Jahren neue Literaturfreunde dazugestoßen. Unser Club zählt nun 30 Mitglieder. Das jüngere frische Blut in unseren Reihen lässt hoffen, dass der Literaturclub noch lange weiterbesteht und die Literatur eine wichtige Verbindung zwischen den Menschen unseres Ortes und darüber hinaus, denn einige Mitglieder kommen aus Eiche, Potsdam und sogar Marquardt, schaffen kann.
Ab 2004 konnten wir unsere Lesungen in die Gaststätte "Golme" verlegen. Frau Schmidt bietet uns seit dieser Zeit ein schönes Ambiente. Danke! Danke auch allen, die uns unterstützten, wie Herr Mohr und Frau Zech vom Ortsvorstand, Frau Höfgen für die Gestaltung unserer Homepage, Frau Krause für ihre Unterstützung in den Anfangsjahren und Frau Binschus-Wiedemann für die Bearbeitung unserer Beiträge in der Ortsteilzeitung, Frau Schnarr für Honorarverträge und dadurch finanziellen Beitrag, Herrn Buder für seine interessante Reiseleitung auf unseren Fahrten und allen, die literarisch und musikalisch zum Gelingen unserer Literaturstunden beigetragen haben. Nun wollen wir das Glas erheben für weitere literarische Ereignisse in den kommenden Jahren - getreu nach Goethes Ausspruch: “Auf so manche Lust der Welt, lernt man früh verzichten. Was uns bis zuletzt gefällt, sind Bilder und Geschichten”.
Ursula Buder, Vorsitzendes des Literaturclubs
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Literarische Beiträge von Literaturfreunden
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- Ausschnitte -
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Stimmt es denn wirklich? Ja,ja es ist wahr, Unser Literaturclub Golm besteht jetzt zehn Jahr´.
Auf zehn schöne Jahre blicken wir zurück, Haben unser Wissen erweitert, hatten Freude und Glück.
Auch Freunde von außerhalb zollen Respekt. Hat er doch mancherorts das Interesse geweckt.
Das große Engagement für den Literaturclub ist nicht ohne Erfolg geblieben. Die Zahl der Mitglieder ist enorm gestiegen.
Wir freuen uns, dass es den Literaturclub gibt und wollen es nicht verhehlen, Gäbe es ihn nicht mehr, er würde uns sehr fehlen.
Das zweite Jahrzehnt des Klubs beginnt. Lasst es uns mit Elan angeh´n, geschwind!
Anneliese Mehr, Golm |
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Rosenhochzeit
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“Kinder, wie die Zeit vergeht!” Wird geklagt von früh bis spät. Und man hielt sie gerne fest, Was sich doch nicht machen lässt. Deshalb blickt man gern zurück, Beschaut Vergangenes Stück für Stück.
Wir alle hier ha´m klug gewählt Und uns der Literatur vermählt. Die Ehe hält nun schon 10 Jahr. Das finden wir ganz wunderbar. Und diese ganz besondere Ehe Hat nie bereitet Herzenswehe. Nur Glück und Freude sie uns schafft Und mehret unsre Geisteskraft!
Und niemals bringt sie Überdruss- Drum nie ist mit der Liebe Schluss! Dass wir hier heute sitzen dürfen, Beim Kuchen essen, Kaffee schlürfen, Verdanken wir der Ursula, Die seit 10 Jahren für uns da. Die uns geführt ins Reich der Bücher, Wie in die Schlacht einst Marschall Blücher.
Ob Goethe, Schiller, Storm , ob Kleist Und wie auch immer einer heißt - Sie hat´s geschafft mit viel geschicke, Zu schließen manche Bildungslücke. Ob Dickens, Kellermann Tolstoi - Sie wagte sich heran oh´n Scheu! Ob Strittmatter, ob Brecht, Fontane, Stets war die Lesung reine Sahne.
Als Co-Lektor von hohem Können, Ist Gertrud Gredy hier zu nennen. Denn in der Dichterwelt beschlagen, Weiß sie ergänzend viel zu sagen. Sie soll nie fehlen in der Runde - Dies soll gesagt sein hier zur Stunde!
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Manch Mutiger aus diesem Kreise, Lädt manches Mal zur Lesereise Und kann dadurch so recht entdecken, wie viele Mühen sich verstecken In einem kleinen Referat, Das Inhalt, Form und Klasse hat. Hat man´s geschafft, dann ist man Sieger, Die Zuhörer ein wenig klüger!
Ein ganz besonderes Talent, Ist Christa Peglau, die ihr kennt. Was da so fließt aus ihrer Feder, Genießt mit Freude hier ein Jeder. Ob Alltagsfreude, Alltagsqual - Gereimtes schuf sie ohne Zahl. Und dieser schöpferische Schwung, Verschafft ihr viel Bewunderung.
Nun noch ein Wort zu unsern Reisen! Die sind besonders hier zu preisen. Auf so manches Schreibers Spuren Wir zu jenen Orten fuhren, Wo gelebt ein kluger Geist, Den man Dichterseele heißt. Rudi, Uschis Ehemann, gibt den Reiseleiter dann, Führt mit Witz und Sachverstand Uns durch´s Brandenburger Land.
Für alle hier bleibt nur zu hoffen, Dass Herz und Kopf noch lange offen, Für Lust am Lesen und Lektüre Und dass die Ursula uns führe, Noch lange Zeit ins Reich der Worte An diesem uns vertrauten Orte. Und dass Gesundheit uns begleitet, Noch Vieles Freude uns bereitet, Dass uns erhalten bleibt der Schwung, Nach der Devise “ever jung”!
Irene Hollmann, Golm |
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10 Jahre und weiter so
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Vor 10 Jahren kam Uschi mit der glorreichen Idee: “Wir gründen einen Literaturclub“. Alle Anwesenden fanden es ok Das war echt in meinem Sinn. Ich dachte gleich: “Da mache ich mit. Da gehöre ich hin”. Mit der Zeit kamen immer mehr Fans dazu Und die ersten Literaturfahrten, das wurde der Clou. Viele Literaturfreunde lassen ihr Wissen mit einfließen. Man fühlt sich wohl. Kann es gut genießen.
Christa Peglau, Golm |
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Frühlingsgedanken
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Die Trauerweiden tragen frisches Grün. Tulpen, Hyazinthen und Narzissen blüh´n. Die Sonne lacht am Himmelszelt. Alles wird gut und bunt die Welt.
Die Vögel zwitschern ihre Lieder. Oh´holder Frühling - endlich kommst du wieder. Lange währte die raue Winterszeit. Wir sind für Vieles bereit.
Nun geht es raus in die Natur. Planen das Beste nur. Das Stimmungsbarometer steigt langsam an. Alles kommt heraus. Fragen wir nicht nach irgendwann. |
Die Luft ist noch kühl. Der Wind weht frisch. Raus mit dem Gefühl, raus mit Stühle und Tisch. Der Garten ruft. Er wird hergerichtet. Ist das Wetter schlecht, dann wird gedichtet.
Bald muss es wachsen und gedeih´n. Das Leben fordert Recht. Von lästigen Sorgen können wir uns befreih´n. Hin und wieder ein Regenschauer. Die Sonne trocknet dann das Land. Sie sorgt für nötigen Power. Tiere und Menschen sind außer Rand und Band. Das Leben ist wieder ein Genuss. Mit trüben Gedanken ist nun Schluss.
Christa Peglau |
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Literaturclub Golm | Veranstaltungen 2010
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